Noch bis Ende der 80ger kamen die Damen des Vereins regelmäßig Donnerstag abend ins Schützenheim.
Dort wurde zusammengesessen, geklönt und gelästert. Manch ein "Herr der Schöpfung" atmete auf, als sich diese Donnerstagsrunde mit der Zeit auflöste.



Frauen in der Männerdomäne Schützenverein sind schon etwas besonderes. Früher waren die Frauen im Verein keine Vereinsmitglieder, sie haben aber den Verein ihrer Männer unter-stützt, wo sie konnten. So haben die Damen z. B. bei Feierlichkeiten für das leibliche Wohl der Gäste und ihrer Männer gesorgt. Schon früher mußten sie gerade an den Sonntagen Geduld beweisen, wenn ihre Männer beim Frühschoppen waren und durchs klönen glatt die Zeit vergessen hatten. Zu der Zeit, wo ich mit dem Schützenverein in Kontakt kam (natürlich über meinen jetzigen Mann) existierte eine sogenannte Donnerstagsrunde. Dies waren Frauen, die am Donnerstagabend mit Ihren Männern in das Vereinsheim gingen und einen bestimmten Tisch besetzten. An diesem Tisch wurde nicht nur getratscht, sondern auch sehr viel Produktives gemacht. Es wurde Weihnachts-schmuck, oder Osterschmuck selber hergestellt. Weiterhin entstand eine Gemeinschaft unter den Frauen, die heute leider nicht mehr existiert. Durch diese Gemeinschaft der Frauen bekam auch der Verein einen besonderen Halt. Die Zeiten ändern sich natürlich und nicht gerade zum Nachteil der Frauen. In unserem Verein gibt es einige Frauen die dem Schießsport frönen. Sie bringen gute Leistungen nicht nur bei den Rundenwettkämpfen und bei Schießsportveranstaltungen im Kreis. Wir können uns sogar damit brüsken, das wir mit der erste Verein waren, die die Damen zum Königsschießen zuließen. Auch in der Vereinsarbeit haben die Frauen einen festen Platz bekommen. In diesem Jahr wurden 3 Frauen in den Vorstand gewählt, und wir wollen mal ehrlich sein, dies sind doch meistens die Mitglieder die Ideen mitbringen und damit dem Verein immer neuen Schwung geben, ob in der alten oder in der Neuzeit. Als Vereinsmitglied möchte ich allen Frauen danken, die sich für den Verein geopfert haben, in dem sie ihre Männer immer unterstützt haben, und auch weiter unterstützen.


Heike Kabitschke-Schmidt.

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